Perfekt geeignet für Renovierung – Vinyl Designböden

Vinyl-Designboden hat eine hohe Lebensdauer, hält aber auch nicht ewig. Denn Bodenbelag ist ein hoch beanspruchtes Produkt, das sich im Laufe der Jahre abnutzt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich bereits beim Kauf eines neuen Vinyl-Design-Bodenbelags Gedanken über die Lebensdauer, mögliche Renovierbarkeit oder den Aufwand eines kompletten Austausches zu machen. Das Team von allfloors.de gibt einen kurzen Überblick über Vinyl-Designbelag als renovierbarer Bodenbelag und unterstützt Sie bei Ihrer Auswahl des neuen Vinylbodens.

Parador Trendtime 5.50 Ornamentic Colour Vinyl-Designbelag zum Selbstverlegen (Quelle: Parador)
Parador Trendtime 5.50 Ornamentic Colour Vinyl-Designbelag zum Selbstverlegen (Quelle: Parador)

Renovierung von Bodenbelägen – variable Renovierungsarbeiten

Vinyl-Designbeläge können auf drei verschiedene Arten renoviert werden:

  1. Renovierung durch Verwendung als Untergrund
  2. Renovierung durch Rückbau des Bodenbelags
  3. Grundreinigung und Neuversiegelung des Vinylbodens

Grundreinigung und Neuversiegelung – Vinylboden renovieren

Vinylböden sind pflegeleicht, einfach zu reinigen und können renoviert werden. Im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen wie Teppichboden oder Laminat muss Vinyl-Designbelag bei Verschmutzungen oder bei Beschädigungen, wie sie im Alltag entstehen können, nicht ersetzt werden. Häufig genügt eine Grundreinigung des Vinylbodens und eine Neuversiegelung, um Verschmutzungen und Beschädigungen zu beseitigen. Bei kleineren Beschädigungen, z. B. Kratzer auf nur einem begrenzten Teil des Bodenbelags, schaffen Reparatursets für Vinylböden schnelle Abhilfe.

Empfehlung!

Wer sofort zu einem guten und strapazierfähigen Designbelag greift, bekommt über Jahre einen Vinylboden, der selbst bei stärkerer Beanspruchung keine Gebrauchsspuren aufweist.
So ist Joka Design 330 Vinyl-Designbelag ein Vinylboden, der mit einer Nutzschicht aus Polyurethan von 0,3 mm und der Nutzungsklasse 23/31 auch bei einer täglichen Belastung des Bodenbelags durch Stuhlrollen oder durch Begehen keine Gebrauchsspuren aufweist. Dass dabei optisch keine Abstriche gemacht werden müssen, ist der großen Auswahl an Optiken zu verdanken. Neben 36 naturrealistischen Holz-Dekoren bieten 11 Stein-Dekore eine breite Palette an Gestaltungsmöglichkeiten. Dieser Vinylboden ist so belastbar, dass auch nach längerer Belastung keine Gebrauchsspuren auftreten und eine Renovierung unnötig ist.
Objekte, die stärkeren Belastungen ausgesetzt sind, sollten mit einem Designboden ausgestattet werden, der für die gewerbliche Nutzung konzeptioniert wurde. Parador Trendtime 5.50 besitzt mit einer Nutzschicht von 0,55 mm eine extrem hohe Strapazierfähigkeit. Selbst Beanspruchungen wie täglicher Kundenverkehr in einem Verkaufsgeschäft hinterlassen keine Spuren auf dem Bodenbelag. Erst nach Jahren der intensiven Nutzung können leichte Beschädigungen wie Kratzer durch Straßensteine auftreten. Diese können bereits durch eine Grundreinigung und eine Neuversiegelung beseitigt werden. Danach sieht der Vinylboden wie neu aus und weist dieselbe Strapazierfähigkeit auf wie beim Neukauf.
Ebenfalls belastbar ist das Vinyl-Parkett Wicanders Vinylcomfort Plus Vinylboden. Eine Nutzschicht von 0,55 mm und eine Keramik-Versiegelung prädestinieren den Vinyl-Designbelag Wicanders Vinylcomfort Plus für den Einsatz in gewerblichen und industriellen Objekten. Durch den Aufbau aus zwei Korkschichten wirkt der Vinyl-Designbelag Trittschalldämmend und verhindert gerade in Objekten des Gastgewerbes störende Geräusche.
Auch im privaten Wohnbereich macht der Bodenbelag eine gute Figur. Sechs ansprechende Dekore in Holz- und Stein-Optik und die einfache Verlegung per Klick-Mechanik machen Wicanders Vinylcomfort Plus zu einem attraktiven Bodenbelag für den privaten Einsatz.

Vinyl-Designbelag als Untergrund – Renovierung ohne Rückbau

Vinyl-Designbelag weist nur eine geringe Gesamtstärke auf. Hersteller wie Project Floors, Karndean oder Wineo bieten inzwischen Vinylböden mit einer Gesamtstärke von gerade mal 2 mm an. So dünn ist kein anderer Bodenbelag. Trotz der geringen Stärke besitzen PVC-Böden und Vinylböden eine extrem hohe Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit auf. Nachteile gegenüber stärkeren Vinylböden und PVC-Böden existieren nicht.
Durch diese geringe Gesamtstärke muss Vinylboden bei Renovierungsarbeiten nicht  zwingend entfernt werden. Es genügt eine Reinigung durch Kehren, um Vinyl-Designbelag als Untergrund verwenden zu können. Türzargen, etc. müssen durch die geringe Gesamtstärke von Vinylboden nicht gekürzt werden.
Auch optisch müssen Käufer von PVC-Böden keine Einbußen hinnehmen. PVC-Bodenbeläge sind in vielfältigen Dekoren (Stein- und Holz-Dekoren) und Haptiken erhältlich und bringen damit Abwechslung ins Haus.

Empfehlung!

Karndean Lightline Designboden ist mit einer Aufbauhöhe von gerade mal 2 mm ein extrem dünner Vinylboden, der mit einer Nutzschicht von 0,2 mm gut in privaten Wohnbereichen verlegt werden kann.
Dass auch eine Nutzschicht von 0,8 mm nicht übermäßig “aufträgt”, beweist der Vinylboden Project Floors floors@home 80. Ausgestattet mit einer Nutzschicht von 0,8 mm bringt auch dieser Vinyl-Designbelag eine Stärke von gerade mal 2,5 mm mit und kann daher gut als Untergrund verwendet werden.

Rückstandsloser Rückbau von Vinyl-Designbelag

Besonders beliebt sind Vinyl-Designbeläge ohne klebende Verlegung. Sie können schnell verlegt werden und sind durch ihr praktisches Planken- und Fliesen-Format leicht transportabel.
Die Bodenbelag-Industrie bietet Vinylböden mit selbstklebenden oder selbstliegenden Rücken und mit Klick-Mechanik an. Durch ihre klebstofffreie Verlegung können diese Vinylböden ohne Probleme aufgenommen und entfernt werden. Der verbleibende Untergrund muss nicht gereinigt werden und kann sofort für einen neuen Bodenbelag verwendet werden.

Empfehlung!

Gerflor Creation 55 Vinylboden, Amtico Access oder Objectflor Simplay zählen zu den Klassikern. Diese selbstligenden Vinylböden besitzen ein hohes Flächengewicht und einen anschmiegsamen Rücken. Damit kann der Bodenbelag vollkommen ohne Fixierung verlegt werden. Bei Umzügen oder Renovierungen lässt sich dieser Vinylboden ohne Probleme wieder aufnehmen und im Bedarfsfall neu verlegen. Rückstände bleiben auf dem Boden nicht zurück.
Mit einer Gesamtstärke von 2 mm bis 4 mm zählen selbstklebende Vinylböden zu den extra dünnen Bodenbelägen, die bei Renovierungen nicht entfernt werden müssen. Nachteile durch die geringe Gesamtstärke entstehen nicht. Auch diese Vinylböden wie Gerflor Senso Lock Designbelag SK sind mit einer Nutzschicht ausgestattet, die dem Bodenbelag die bekannte Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit verleiht.
Im Zweifelsfall bietet ein Vinylboden mit Klick-Mechanik dank des praktischen Verlegesystems die Möglichkeit der einfachen Entfernung. Durch die schwimmende Verlegung und des Klick-Systems können Vinylböden mit dieser Verlegetechnik auch ohne professionelle Hilfe schnell wieder entfernt werden, ohne Rückstände am Untergrund zu hinterlassen. So kann Gerflor Senso Lock 20 Vinylboden dank seiner Klick-Mechanik ohne großen Aufwand wieder entfernt werden. Durch die geringe Gesamtstärke des Bodenbelags eignet sich Gerflor Senso Lock 20 Vinylboden auch als Untergrund.

Bei Fragen und Problemen steht das Team von allfloors.de per Mail und Telefon gern zur Verfügung. Unsere Experten beraten Sie zu Renovierungen von Bodenbelägen und erteilen Auskünfte über die verschiedenen Verlegetechniken und Renovierungsmöglichkeiten von Vinylböden.

Vinyl-Designbelag-Parkett verlegen

Vinyl-Designbelag-Parkett vereint alle praktischen Eigenschaften von Vinyl-Designbelag mit dem Verlegekomfort von Fertigparkett. Der Bodenbelag ist strapazierfähig, pflegeleicht und dank des Klick-Systems leicht verlegbar. Diese Anleitung gilt für Vinyl-Designbelag-Parkett mit Klick-Mechanik.

Pardor Basic 30 Vinyl-Parkett (Quelle: www.parador.de)
Pardor Basic 30 Vinyl-Parkett (Quelle: www.parador.de)

Hinweis:

Vinyl-Designbelag-Parkett mit Klick-Mechanik kann dank der stabilen HDF-Platten auf Untergründen mit leichten Unebenheiten problemlos verlegt werden. Größere Unebenheiten und Löcher müssen jedoch mit einer Ausgleichsmasse ausgeglichen werden. Der Untergrund muss außerdem sauber und trocken sein.
Da Vinyl-Designbelag-Parkett wird leimlos verlegt. Die Verwendung von Nass- oder Trocken-Klebstoff ist daher nicht notwendig.
Vinyl-Designbelag-Parkett mit Klick-Mechanik sollte zur Akklimatisierung des Bodenbelags mindestens ein bis zwei Tage in dem Raum ungeöffnet gelagert werden, in dem der Bodenbelag verlegt werden soll. Die optimale Raumtemperatur beträgt vor, während und nach der Verlegung des Bodenbelags mindestens 15 °C und höchstens 20 °C.

Das benötigen Sie:

  • Cuttermesser
  • Wasserwaage
  • gegebenenfalls Ausgleichsmasse/Spachtelmasse
  • Schlagleiste
  • Zugeisen
  • Gummihammer mit weichem Kopf
  • Profilsystem
  • Sockelleisten
  • Rosetten
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Säge
  • Lochsäge

So gehen Sie vor:

  1. Bereiten Sie den Untergrund so vor, dass grobe Unebenheiten und Löcher beseitigt werden. Verwenden Sie dazu eine Spachtelmasse. Reinigen Sie den Untergrund so, dass kleine Steinchen, etc. entfernt werden.
  2. Messen Sie den Raum aus und zeichnen Sie eine gerade Bezugskante ein. Das ist nur bei Räumen mit ungeraden Wänden notwendig. Besitzt der Raum eine gerade Wand können Sie sich bei der Verlegung an dieser orientieren.
  3. Entfernen Sie an den Vinyl-Designbelag-Parkett der ersten Reihe mit einer entsprechenden Säge die Feder.
  4. Beginnen Sie mit der Verlegung und verlegen Sie die Vinyl-Designbelag-Parkett-Planken so, dass sie mit der Längsseite ohne Feder zur Wand zeigen. Die Planken sollten im Halbverband verlegt werden. Achten Sie dabei auf die Verlegerichtung.
  5. Fügen Sie die Vinyl-Designbelag-Planken an der Kopfseite ineinander, indem Sie vorsichtig mit einem weichem Gummihammer gegen die Kurzseite klopfen.
  6. Verlegen Sie die nächste Vinyl-Designbelag-Reihe, indem Sie die Feder der Parkett-Planken mit einem Winkel von 30 ° in die Nut der vorhergehenden Reihe senken. So gehen Sie Reihe für Reihe vor.
  7. Messen Sie die Designbelag-Planken der letzten Reihe aus. Denken Sie dabei an die Dehnungsfuge, um ein Hochdrucken der Dielen zu vermeiden.
  8. Sägen Sie mit der Lochsäge die Löcher für Heizungsrohre, etc. aus. Der Durchmesser der Löcher sollte 20 mm größer sein, als der Durchmesser der Rohre. Mit Rosetten verdecken Sie die verbliebenen Löcher.
  9. Übergänge zu anderen Bodenbelägen und Räumen verdecken Sie mit einem Profilsystem.
  10. Nach der Verlegung des Designbelag-Parketts bringen Sie Sockelleisten an. Danach ist der Bodenbelag sofort betretbar. Eine weitere Pflege ist nicht notwendig.
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